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Profil der Region Altmark-Harz-Magdeburg
Die RIS-Region RAHM ist identisch mit dem Regierungsbezirk Magdeburg, dem
nördlichen Teil von Sachsen-Anhalt (im Internet http://www.sachsen-anhalt.de).
Historisch betrachtet gingen von der Region als Kernland deutscher Geschichte,
Land der Könige und bedeutender Reformen sowie Ursprung vieler Erfindungen
zahlreiche Impulse für die Entwicklung der europäischen und der Weltkultur
(Luther, Otto-von-Guericke, Eike von Repgow, Stadt Quedlinburg, Magdeburger Dom)
sowie der Wirtschaft (Unternehmer und Erfinder wie Gruson, Wolf, Junkers,
Schäffer und Budenberg,) aus.
Die RIS-Region lässt sich in 3 Wirtschaftsregionen gliedern :
- Altmark
mit den traditionellen Stärken in land- und forstwirtschaftlicher
Produktion
- Harz
als länderübergreifende Wirtschafts- und Tourismusregion (Niedersachsen,
Thüringen) mit Traditionen in der metallverarbeitenden Industrie, der
Gewinnung von Steinen und Erden sowie dem Tourismus
- Magdeburg
als wachstumsorientierte Produktions- und Dienstleistungsregion mit dem
historisch gewachsenen Schwerpunkt Maschinen- und Anlagenbau im
Kreuzungsbereich zahlreicher Verkehrswege (Eisenbahn, Straßen und
Binnenschifffahrt)
Die Region ist gekennzeichnet durch ein deutliches Nord-Süd-Gefälle in der
Wirtschaftskraft. Im Norden (Altmark) überwiegt die Landwirtschaft, im Süden
liegen die industriellen Kerne. Neben Magdeburg sind vor allem der Harzraum mit
dem Vorland von Bedeutung.
Seit der Wiedervereinigung Deutschlands durchlebt die Region einen
gravierenden Wandel der traditionellen Industriestruktur. Großunternehmen
wurden privatisiert, deutlich verkleinert und in Geschäftsbereiche
aufgegliedert. Heute haben 99% der Unternehmen weniger als 500 Beschäftigte,
die Arbeitslosenrate liegt über 20%. Der strukturelle Wandel brachte auch
Chancen für kleine und mittlere Unternehmen der Region, neue und innovative
Produkte und Dienstleistungen anzubieten. Wachstumsbereiche sind der Maschinen-
und Anlagenbau im Revitalisierungsprozess, produktionsnahe Dienstleistungen,
Telematikanwendungen und Umwelttechnologien. Es wurde damit begonnen, das
Potential auf dem Gebiet der Pflanzen-Biotechnologie in arbeitsmarktwirksame
Lösungen umzusetzen.
Das Forschungs- und Entwicklungspotential der Region beruht zu einem großen
Teil auf historischen Entwicklungen. Die Otto-von-Guericke-Universität
Magdeburg ist ein wichtiger Know-how-Träger auf dem Gebiet des Maschinen-
und Anlagenbaus. Das Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung
Gatersleben und die Bundesanstalt für Züchtungsforschung an Kulturpflanzen
Quedlinburg setzen auch internationale Maßstäbe. Daneben sind in der Region
drei Fachhochschulen in Magdeburg, Wernigerode und Stendal tätig. Ein Beispiel
für die wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen ist das Fraunhofer Institut
für Fabrikbetrieb und Fabrikautomatisierung.
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