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Regionale Innovationsstrategie Region
Altmark-Harz-Magdeburg (RIS - RAHM)
Regionales Bündnis für Innovation Stärkung
historisch gewachsener Forschungs- und Technologiepotentiale sowie
Entwicklung neuer Ansätze einer durch Innovation geprägten
Regionalentwicklung im Regierungsbezirk Magdeburg des Landes
Sachsen-Anhalt
1 Projektzusammenfassung
1.1 Zweck und Hauptziele
Ziele des Projektes sind, mit Untersuchungsergebnissen belegte strategische
Orientierungen, prioritäre Maßnahmen und Projekte, die auf Innovation
gerichtet sind, für die Stimulierung einer nachhaltigen wirtschaftliche
Entwicklung der Region darzustellen und deren Umsetzung zu bewirken. Das Projekt
knüpft an vorhandene Strukturen und Szenarien an und trägt zu deren
Optimierung bei. Die zu erreichenden Ziele:
zusammengefasst:
- Bildung eines längerfristig tragfähigen regionalen Konsens als
Basis für eine erfolgversprechende Umsetzung
- Ermittlung des artikulierten und latenten Bedarfes der Unternehmen
(hauptsächlich KMU) in der Region in Bezug auf Innovation.
Berücksichtigung findet der tiefgreifende Strukturwandel bei
fortschreitender Globalisierung.
- Analyse des Angebotes in der Region an die Unternehmen im Hinblick
auf die Unterstützung von Innovation unter besonderer
Berücksichtigung der erkennbaren Trends.
- Definition eines strategischen Rahmens und Bestimmung prioritärer
Maßnahmen im regionalen Konsens für die Umsetzung der mit den
regionalen Entwicklungskonzepten/regionalen Aktionsprogrammen
regionalisierten Strukturpolitik im Norden Sachsen-Anhalts für den
Bereich der Innovation.
- Die branchenübergreifende Vernetzung in der Region und
überregional mit anderen RIS/RITTS-Regionen, die Kooperation mit
der RIS Halle-Leipzig.Dessau und dem Innovation Relay Center
Niedersachsen/Sachsen-Anhalt.
- Beginn der Umsetzung der prioritären Maßnahmen und
Erfolgsbewertung.
1.2 Die Projektstruktur
Die Projektdurchführung sind 24 Monate erforderlich. Die Arbeit wird in drei
aufeinanderfolgenden Projektphasen durchgeführt, welche sich bei Teilaufgaben
überschneiden.
Phase 0 als Definitionsphase erstreckt sich über 6-8 Monate und
überdeckt sich mit der Phase 1. Diese Überdeckung resultiert aus den bereits
partiell während der Vorbereitung des Projektes erfolgten Vorarbeiten zur
Analyse, so dass Analysearbeiten bereits während der Phase 0 partiell möglich
sind. Die Definitionsphase dient der Implementierung der Organisationsstruktur,
der Bildung des Lenkungsausschusses und der Öffentlichkeitsarbeit.
Das Arbeitsprogramm entspricht weitestgehend dem Entwurf vom 26. August 1998.
Notwendige Präzisierungen werden mit den 4-monatigen Fortschrittsberichten
gegeben.
Phase 1 als Informations- und Analysephase ist für einen Zeitraum von 10
Monaten geplant. Arbeiten dazu werden bereits in der Definitionsphase geleistet,
indem für durch Innovation besonders erfolgsträchtige thematischen
Projektfelder bestimmt wurden, die weiter zu untersuchen sind:
- Pflanzen-Biotechnologie,
- Maschinen- und Anlagenbau,
- Medizin- und Pharmatechnik,
- Innovative Umwelttechnologien
sowie
- Ansiedlung innovativer Unternehmen/Unternehmensnetzwerke,
- Innovationen fördernde Infrastruktur,
- Innovative Dienstleistungen,
- Technologieorientierte Unternehmengründungen und –sicherung,
- Umsetzung der Informationsgesellschaft.
Eingebunden sind die in Landkreisverbünden erarbeiteten Regionalen
Entwicklungskonzepte. Zu bestimmende Stärken und Schwächen sind Ansatzpunkte
für die Prioritätensetzung und für konsensfähige thematische Projekte. Die
gewonnen Erkenntnisse werden in den Programmierungsprozess für die Verwendung
der Strukturfonds nach 2000 einbezogen, indem sie den Gegenstand der
operationellen Programme beeinflussen.
Phase 2 als Realisierungs- und Bewertungsphase erstreckt sich über einen
Zeitraum von 6 Monaten. Es werden die Ergebnisse aus Phase 1 in ausführlicher
Diskussion zwischen den Beteiligten am Innovationsprozess bewertet und im Prozess einer Konsensbildung prioritäre Aktionen und thematische
Projektbereiche für die nachhaltigere Innovationsunterstützung bestimmt. Die
Umsetzung der bestimmten prioritären Maßnahmen wird begonnen. Entstehen
nachweislich erfolgsträchtige Projekte aus den bereits bestimmten strategischen
Schwerpunkten, so wird mit deren Umsetzung auch in früheren Phasen begonnen.
Ein zu entwickelndes Bewertungs- und Kontrollsystem trägt zur Erfolgssteuerung
wesentlich bei.
Der Abschlussbericht beendet die Arbeit zur Entwicklung der RIS-RAHM.
1.3 Erwartete Ergebnisse
- Der Lenkungsausschuss, in welchem die Hauptakteure und Institutionen der
Region einschließlich der Unternehmen und ihrer Verbände durch ihre
Repräsentanten bzw. Führungskräfte (Geschäftsführer, Landräte,
Abteilungsleiter, Dezernenten, Präsidenten) vertreten sind, ist das
erfolgsorientierte Beratungs- und Entscheidungsorgan im Projekt und
stimuliert die Umsetzung der Projektergebnisse.
- Eine aktuelle detaillierte Beschreibung des Innovationssystems
der Region mit seinen Stärken und Schwächen erhöht die
Entscheidungssicherheit für die Unternehmensentwicklung fördernde
Maßnahmen in der Region.
- Auf der Grundlage sorgfältiger, weiterführender analytischer Arbeit
werden im Konsens zwischen Unternehmen, Akteuren im Innovationsbereich,
Finanzierungsquellen und Entscheidungsträgern die Strategie für die
weitere Förderung von Innovationen in Unternehmen und die
Handlungsschwerpunkte dafür bestimmt sowie die erforderlichen Maßnahmen
festgelegt, um die zur Verfügung stehenden Strukturen, Hilfen und Szenarien
weiterzuentwickeln.
- Ein konkreter Aktionsplan mit prioritären Maßnahmen, welche die aus den
drei Regionalen Entwicklungskonzepten bzw. Regionalen Aktionsprogrammen
abzuleitenden spezifischen Maßnahmen einbinden, soll regionenübergreifend
und regionenspezifisch die Strategie umsetzen. Es werden konsensfähige
Projekte, die aus regionaler Sicht Priorität für die Umsetzung durch die
Landespolitik haben, ausgewiesen.
- Die Hauptakteure der Region arbeiten mit der bestimmten längerfristigen
Strategie und engagieren sich für die Umsetzung der definierten Projekte
und Maßnahmen (Rahmenbedingungen, Finanzierung, Überwachung und
Erfolgsbewertung).
- Der Wirtschaftsraum der Region stellt sich in Europa als lohnendes Ziel
für Investitionen und Kooperationen dar, da die Rahmenbedingungen dafür
sorgfältig vom Bedarf bestimmt entwickelt worden sind und die Region
nachweißt, dass sie weiß was sie will.
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